Die größten Anschaffungen und wie sinnvoll sie waren. Mein Rückblick auf fast 4 Jahre Vater sein.
Von: Andreas
Lesezeit: ca. 10 Minuten
Mit einem Kind stehen viele Veränderungen ins Haus, klar. Es stehen aber auch viele Entscheidungen an. Besonders viele Kaufentscheidungen. Väter sind heute mehr gefragt als früher sich bei der Entscheidung mit einzubringen, gerade was größere Investitionen anbelangt. Welches Familienauto soll es sein, welchen Kinderwagen, wie sollte das Kinderzimmer sein, etc.
Als kleine Unterstützung, bei all den Kaufentscheidungen, soll Dir dieser Beitrag dienen. Ich habe die größten Anschaffungen, die wir in den letzten 4 Jahren getätigt haben, notiert und dazu die Gedanken, die wir uns vor dem Kauf gemacht haben. Um die Kaufentscheidung zu beurteilen habe ich sie, aus heutiger Sicht, nach dem Schulnotensystem bewertet.
Auto
Das Thema “Familienauto” ist das Nummer eins Thema unter Familienvätern wenn es um Anschaffungen geht. Deshalb möchte ich auch mit diesem, wichtigen, Thema meine Liste der Anschaffungen beginnen.
- VW Passat. Unser Passat ist ein wirkliches Raumwunder. Was wir da schon alles reinbekommen haben. Mit zwei Kindern ist es genau das richtige Fahrzeug mit dem selbst Urlaube ohne Skibox machbar sind. Auch in Punkto Nebenkosten ist der Passat “pflegeleicht”. Bisher hatte ich keinerlei Reperaturen, noch nicht einmal eine defekte Glühbirne. Was ins Geld geht sind die Inspektionen, da greift VW gerne etwas kräftiger zu. Auch im Anschaffungspreis driftet der Passat etwas zu stark ins Segment der gehobenen Mittelklasse ab. Deswegen bekommt der Passat in meiner Übersicht nur die Note: befriedigend.
- Skoda Fabia. Als Zweitwagen steht bei uns ein Skoda Fabia in der Garage. Auch wenn ich mittlerweile bereue keinen kleinen Gelände SUV gekauft zu haben (meines Hobbies wegen), ist der Skoda ein wirklich treuer und zuverlässiger Begleiter meiner Frau. Die Kombiversion hat ein sehr gutes Raumangebot besonders im Kofferraum. Einziger Wermutstropfen ist die hohe Ladekante, die das Be- und Entladen erschwert. Den Ausschlag für Skoda hat damals definitiv der Preis gemacht. Der Preisunterschied zu einem vergleichbaren VW Polo lag bei knapp 8.000 €. Zur Wahl stand für mich seiner Zeit noch der Roomster von Skoda, gegen den meine Frau ihr Veto eingelegt hat (aus mir bis heute unerklärlichen Gründen). Wie gesagt, heute wäre meine Wahl wohl der Yeti oder ein anderes, etwas geländegängigeres, Fahrzeug. In Summe sind wir aber mit dem Skoda sehr zufrieden. Er fährt sich schön, ist sparsam im Verbrauch und auch die Nebenkosten halten sich in Grenzen. Selbst bei der Inspektion schont er das Portemonaie. Deshalb meine Note: gut.
Technik
Das Spielzeug des großen Mannes. Es gibt unzählige Technik-Gadgets, die auch oder gerade für Väter interessant sind. Als frisch gebackener Vater steht für Dich schnell die Entscheidung Videokamera oder nicht auf der Themenliste. Das ist aber nur eine der sinnvollen kleinen Helferlein für Väter.
- iPhone. Die Hitliste meiner Technikausrüstung führt mein iPhone an. Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben, doch was würde ich nur ohne mein iPhone machen? Es hält meine Termine zusammen und erinnert mich, es hilft mir meine Aufgaben zu erledigen (beruflich wie privat), hält mich mit meinen Freunden in verschiedenen Netzwerken in Kontakt und immer auf dem Laufenden was so in meiner Welt passiert. Die Kamera im iPhone 4 ist mittlerweile so gut (im 4S ist sie sogar noch besser), dass das iPhone meine erste Wahl für Fotoschnappschüsse und kurze Videos ist. In Kombination mit einem Mobilfunkvertrag ist das iPhone erschwinglich – daher die Note: sehr gut.
- iPad. OK, erwischt – ich bin Apple Fan. Das iPad kommt für mich direkt nach meinem iPhone. Es hat einen echten Computer aus meinem Privatleben (außer Bloggen) nahezu verbannt. Dazu die Möglichkeit, dass die Kinder es super zum spielen, lernen oder Filme schauen verwenden können (schau Dir meine App-Emfpehlungen für Kinder an), macht es für uns zum perfekten Alltagsbegleiter. Der Preis ist jedoch nicht gerade ganz ohne deshalb die Note: gut.
- Nikon D90. Auch wenn ich mit dem iPhone die meisten meiner Fotos mache, möchte ich meine digitale Spiegelreflexkamera nicht missen. Die Fotos und Videos der D90 sind einfach eine ganz andere Klasse. Wenn ich Fotos machen möchte, die toll werden sollen, dann nehme ich meine D90 mit und das iPhone bleibt in der Tasche. Das Fotografieren an sich ist ein ganz anderes Gefühl. Farben, Tiefenschärfe und besonders die Gestaltungsmöglichkeiten sind enorm. Daher für Schnappschüsse das iPhone und wenn es etwas schöner werden soll, die D90. Digitale Spiegelreflexkameras sind deutlich unhandlicher als kleine Kompakte oder gar Handykameras. Aus diesem Grund hast Du sie nicht so häufig dabei wenn es etwas zu fotografieren gibt. Das und der Preis lassen mich zur Note: befriedigend kommen.
- Flip Kamera. Meine Flip Kamera war ein Spontankauf beim Stadtbummel (etwas zu dem ich mich nicht mehr hinreißen lasse). Benutzt habe ich sie nicht sehr häufig und schon gar nicht zum Videos machen die ich machen wollte. Die meisten Drehs habe ich gemacht um die Kamera auszuprobieren. Dank der Videokamera im iPhone brauche ich die Flip gar nicht mehr und überlege ernsthaft sie bei eBay zu verkaufen (bei Interesse bitte melden). Die Kamera an sich ist wirklich gut. Sie macht HD Videos, die Tonqualität ist für diese Kameraklasse wirklich sehenswert und die Handhabung ist super einfach. Alles in allem reicht es aber nicht für mehr als die Note: ausreichend.
Kindermöbel
Kaum etwas geht mit Kindern so ins Geld wie die Ausstattung der Kinderzimmer mit Möbeln. Wir blicken zurück auf die Erfahrung von 2 Kinderbetten (umbaubar zum Jugendbett), einem Hochbett verschiedenen Schrank- Kommodekombinationen.
- KidsMill ist ein Hersteller von Kindermöbeln aus den Niederlanden. Das erste Babyzimmer für unseren Sohn haben wir von KidsMill bezogen. Der Kaufprozess lief klassisch über den Babyfachhandel. Uninformiert in den Laden gegangen, kompetent beraten lassen (dabei entlarvt worden, dass wir Ersteltern sind und keine Ahnung haben) und mit einem der teuersten Kinderzimmer das Geschäft verlassen.Die Möbel sahen toll aus. Weiß hochglanz, wirklich schick. Zum Aufbau kam ein Möbelwagen aus den Niederlanden angerauscht. Zwei nette Holländer, die sogar Ihre Schuhe beim Betreten des Hauses ausgezogen haben, montierten die Möbel in 2 Stunden (im Preis inbegriffen) und ließen sogar ein paar Babyholzschuhe als Souvenier da. Toll. Leider offenbarten die Möbel später erst ihr Innerstes. Die Kommodenschubladen hingen bereits nach einem halben Jahr durch, da das Pressholz nachließ und im Kindergitterbett konnte man die Stäbe nicht entfernen (Sicherheitsmaßnahme für den internationale Markt, hieß es auf Nachfrage beim Babymarkt). Auch der spätere Umbau vom Gitter- ins Jugendbett lief nicht rund. KidsMill sollte sich mal von IKEA abschauen, wie man Bauanleitungen anfertigt. Alles in allem bekommt KidsMill von mir die Note: ausreichend.
- Pinolino ist die zweite Marke, die wir für Kindermöbel probiert haben. Als erfahrene Eltern wussten wir jetzt was wir wollen und worauf es uns ankommt. Wir wollten qualitativ bessere Möbel, weniger ausgeben und vor allem Gitterstangen, die wir entfernen konnten. Fündig wurden wir nach einiger Online-Recherche bei Pinolino. Da die Firma in Münster, unweit von unserem Wohnort, ansässig ist, hatten wir das Glück den Werksverkauf nutzen zu können. Und siehe da, wir wurden nicht enttäuscht. Für weniger Geld bekamen wir bessere Möbel als die des Premiumherstellers, die sich besser zusammenbauen ließen, genau so gut aussahen und auch heute immer noch halten. Für diese Leistung gibt es die Note: gut.
- Paidi. Aufgrund der, Wünsche offen lassenden, Qualtität der KidsMill Möbel unseres Sohnes mussten wir, früher als geplant, ein Ersatzbett für ihn anschaffen. Er hat sich ein Hochbett gewünscht und da die Möglichkeit der verbesserten Raumnutzung überzeugend aussah (und es auch wirklich praktisch ist), haben wir uns auf die Suche gemacht. Aus Gründen der Qualität und der Optik sind wir bei dem Hersteller Paidi hängengeblieben (genau wie eine Menge unserer Ersparnisse). Da es sich um eine längerfristige Investition handelt, haben wir die Entscheidung getroffen, diese etwas größer ausfallen zu lassen. Paidi hat uns hier bis heute nicht enttäuscht. Auch wenn mir die Preisliste, gerade bei dem Zubehör für das Hochbett, das Wasser in die Augen hat schießen lassen, wurden wir von Verarbeitung und Qualität nicht enttäuscht. Auch die Bauanleitung war vorbildlich gegliedert und das Bett für Nicht-Heimwerker problemlos aufzubauen. Ich bin so vollkommen von dieser Kaufentscheidung überzeugt, dass mich einzig und alleine der Preis davon abhält die Bestnote zu vergeben. Deshalb die Note: gut.
- Stokke Trip Trap. Es gibt eine große Auswahl an Kinderstühlen. Dennoch gab es für uns nie eine Frage, welche Stühle wir für die Kinder kaufen. Der Trip Trap war gesetzt. Zum einen gefällt uns das Design sehr, auf der anderen Seite haben zahlreiche Familienmitglieder und Bekannte ihre Kinder auf Stokke´s Trip Trap gesetzt und sind damit sehr gut gefahren. Der Trip Trap ist in den fast vier Jahren mitgewachsen. Als Baby saßen unsere Kinder auf der obersten Stufe, gestützt von einer gepolsterten Rückenlehne (Zubehör) und gehalten von einem Fallschutzbügel mit Schrittriemen (ebenfalls Zubehör). Als die Kinder größer waren verschwand zuerst die Rückenlehne und später auch der Fallschutzbügel. In einigen Jahren können sie die Stühle sogar noch als Schreibtischstuhl für ihr Zimmer nutzen. Das die Stühle bis dahin halten steht für mich außer Frage. Ein Loblied auf unsere Trip Trap´s und deshalb die Note: sehr gut.
Hier findest Du noch mehr Ausstattung fürs Kinderzimmer.
Transport
Kinder müssen vom ersten Tag an transportiert werden. Im Kinderwagen, im Kindersitz, usw. Hier findest Du unsere Lösungen.
- Kinderwagen – Bugaboo Über Kinderwagen im Allgemeinen und über unsere Entscheidung für den Bugaboo im Besonderen habe ich schon viel geschrieben. Wenn ich heute wieder einen Kinderwagen kaufen müsste, es wäre wieder der überteuerte Promischlitten aus den Niederlanden. Aber nicht weil er mir als Fahrer das Gefühl von Hollywood vermittelt, sondern weil er der praktischste und beste Kinderwagen ist, den ich bisher gesehen habe. Er ist super wendig und leicht, Du kannst ihn vom Bettchen- zum Sitzwagen umbauen und er ist auch durch die optionalen Winterreifen sehr variabel an die Umgebung, durch den Du ihn schiebst, anpassbar. Zudem ist er schnell auf sehr kleine Abmaße zusammenklapp- und somit gut verstaubar. Durch den Preis und die, für mich, etwas zu geringe Griffhöhe verfehlt der Bugaboo meine Bestnote knapp und bekommt die Note: gut (+) mit Sternchen.
- Kindersitz – Kiddy Comfort Pro Wenn wir Ausstattung für die Kinder kaufen, versuchen wir immer darauf zu achten, dass die Sachen möglichst mitwachsen. Auch wenn das zum Teil teurer ist, sparst Du “hintenraus” weil die Sachen länger genutzt werden können. So auch beim Kindersitz. Wir wollten keinen Kindersitz kaufen, der bis zum 3. Lebensjahr reicht und den wir dann ersetzen müssen. Deshalb haben wir uns (zwei Mal) für den Kiddy Comfort Pro Kindersitz entschieden – ein Kindersitz, der mitwächst. Im Kleinkindalter wird das Kind durch einen speziellen Fangkörper optimal im Sitz gehalten. Wächst es später heraus, lässt sich die Rückenlehnen in feinen Stufen heraufziehen und der Fangkörper entfernen. So kann der Kindersitz benutzt werden, bis unsere Kinder 12 Jahre alt sind. Für diese Vielseitigkeit, gepaart mit der Langlebigkeit und dem, auf die Nutzungsdauer gerechnet, sehr günstigem Preis gibt es die Bestnote: sehr gut.
- Chariot Corsaire XL – Fahrradanhänger Der Chariot sah zunächst aus wie die größte Fehlinvestition, die wir gemacht haben. Beeindruckt von der Diskussion um die Wirbelsäulenfeindlichkeit der ungefederten Kinderanhänger haben wir die Taschen weiter aufgemacht als notwendig und haben diesen “Mercedes” unter den Fahrradanhängern gekauft. Als wir unseren Sohn jedoch hineinsetzten, schien er unsere Euphorie um das Fahrzeug in keinster Weise zu teilen und verweigerte lautstark die Mitfahrt. Heute hat sich zum Glück herausgestellt, dass der Kauf eine der besten Entscheidungen war. Der Begriff “Fahrradanhänger” verfehlt unsere Nutzung ein wenig, denn für uns ist es mittlerweile ein Allroundfahrzeug in dem beide Kinder Platz haben. Wir nehmen ihn überall mit hin, in den Urlaub, in die Stadt, auf Spaziergänge mit dem Familienhund – einfach überall dorthin, wo die Kinder irgendwann keine Lust haben könnten eigenständig unterwegs zu sein. Der Chariot ist sehr einfach zusammenzufalten und im Kofferraum zu verstauen. Zwei Kinder sitzen dort sehr bequem, sogar wenn ein drittes Kind mit an Bord ist. Bevor ich es vergesse, als Fahrradanhänger ist der Chariot auch toll. Er ist, relativ zu seiner Größe, leicht und lässt sich deshalb gut ziehen. Ohne den Chariot wäre unser Leben um ein vielfachtes komplizierter, deshalb die Note: sehr gut.
Im Laufe der Zeit schaffst Du so viele Dinge an, dass es schwer fällt den Überblick zu wahren. Einige Investitionen sind gut, andere dafür ein völliger Schlag ins Wasser.
Welche Investitionen hast Du als Vater getätigt und welche bereust Du heute bzw. würdest Du jederzeit wieder tätigen und weiterempfehlen?
Bitte hilf mit Deinem Kommentar die Liste weiter zu führen und nachfolgenden Vätergenerationen einen Trampelpfad durch den Produktdschungel zu schlagen.
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Micha
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Tobias
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Tobias
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http://www.sparbaby.de Chris
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http://www.zwillingswelten.de/cms/ zwillingspapi
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http://www.vatersein.me/ Hans
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Sven
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Michél
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Stina
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http://legendaddy.de Legendaddy

