Deine Wohnung kindersicher machen in 10 Schritten [Checkliste]

Kleinkind-Phase Leben als Vater papa online+
von Andreas

Sobald Dein Kind etwas mobiler wird geht es daran Eure Wohnung kindersicher zu machen. Wo stecken die Gefahren? Wie windest Du die Balance zwischen „sicher“ und immer noch „wohnlich“? In diesem Artikel bekommst Du die 10 wichtigsten Schritte, die Deine Wohnung kindersicher machen.

Erinnerst Du Dich noch an die Zeit, als Du gerade erfahren hast, dass Du Papa wirst?

Du bist losgefahren hast Kinderbettchen, Wickelkomode & Co. besorgt und Dich an den „Nestbau“ begeben. Dein Kind soll es besonders schön haben und sich in seinem neuen zu Hause wohl fühlen.

Auch wir Männer sind ständig damit beschäftigt unser „Nest“ auszubessern und an die sich ändernden Begebenheiten anzupassen. Je mehr Dein Kind heranwächst, desto mehr verändern sich die Anforderungen an seine Umgebung. Die wichtigste Aufgabe ist, wenn sich der Bewegungsradius des Babys erweitert, das Haus sicher zu machen.

Linktipp: Entwicklungsbedingte Unfallschwerpunkte im 1. Lebensjahr

Hier ist Papa wieder gefragt um das Kind vor den Tücken in Haus und Wohnung zu bewahren. Ich habe 10 Dinge notiert, die wir gemacht haben um unser Heim sicherer für die Kinder zu machen.

10 Punkte Checkliste – so kannst Du Deine Wohnung kindersicher machen

Wenn Du Dich daran machst, Deine Wohnung kindersicher zu machen ohne den Entdeckungsdrang des Kindes einzuschränken, kommt es vor allem darauf an die vielen Kleinigkeiten zu denken.

Für uns Erwachsene ist es oft nicht leicht potentielle Gefahrenquellen im Haus zu erkennen. Versuche Dich in die Lage des Kindes zu versetzen und überlege was Du so alles anstellen könntest während Du über den Boden krabbelst.

  1. Steckdosen: Darauf währst Du wahrscheinlich auch alleine gekommen. Diese runden Löcher in der Wand verlocken doch zu sehr, um mit den kleinen Fingern hineinzubohren oder Gegenstände reinzustecken. Für die Steckdosen bekommst Du Einsätze, die den direkten Zugriff auf die Kontakte verhindern.
  2. Treppen: Wenn Du Treppen im Haus hast, ist es wichtig diese mit Treppengittern zu sichern. Natürlich sollten die Kinder schnell lernen die Treppen auch alleine zu meistern, doch Du kannst mit Deinen Augen nicht immer überall sein. Da ist es beruhigend zu wissen das nichts passieren kann.
  3. Schränke: In unseren Schränken befinden sich große Gefahren für Kinder. Zuallererst sind hier die Schränke mit Reinigungsmitteln gemeint. Doch auch der Schrank mit dem Geschirr kann gefährlich sein, wenn das Kind etwas aus dem Schrank kaputt wirft und sich an den Scherben verletzt. Gerade in der Küche üben die Schränke eine magische Anziehungskraft auf Kinder aus. Damit nicht alles versperrt und verboten sein muss, richte Eurem Kind doch einen eigenen Schrank mit seinem Plastikgeschirr in der Küche ein. Diesen kann es dann nach Herzenslust öffnen und ausräumen. Die wirklich gefährlichen Schränke kannst Du mit passenden Schrankstoppern ausstatten.
  4. Herd: Bleiben wir in der Küche. Solltet Ihr noch nicht über einen neuen Induktionsherd verfügen (elektromagnetische Felder bewirken, dass der Topf heiß wird, das Kochfeld bleibt kalt) empfiehlt es sich, den Herd vor den neugierigen Fingern Eurer Kleinen zu schützen. Wer schon einmal auf eine Kochplatte gefasst hat weiß wie unangenehm das ist. Ein kleines Gitter um den Herd vermeidet, dass Kinder an die Platten kommen und verhindern zudem, dass Töpfe von der Platte heruntergezogen werden können.
  5. Möbel: Die modernen Möbel sind sehr schick aber leider oft tückisch für Kinder. Spitze Ecken und scharfe Kanten können sehr weh tun und üble Verletzungen verursachen wenn man sich daran stößt. Wo es geht und nicht allzu verunstaltend wirkt, kannst Du solche Ecken mit Kunststoffkappen entschärfen. Prüfe auch ob die Regale im Wohnzimmer oder Arbeitszimmer standfest genug sind. Zur Sicherheit solltest Du die Rückseite der Regale, ungefähr auf Deiner Augenhöhe, mit der Wand verschrauben.
  6. Lampen: Das Thema Standfestigkeit gilt es auch bei Lampen zu berücksichtigen. Hält Deine Stehlampe im Wohnzimmer es aus, wenn Dein Kind es als Stehhilfe benutzt und daran wackelt? Wenn nicht solltest Du über einen neuen Platz oder gar eine Ausmusterung nachdenken. Kippt die eingeschaltete Lampe um und fällt auf Teppich, Sofa oder ähnliche brennbare Materialien, kann dies schnell äußerst gefährlich werden denn die Leuchtmittel werden oft sehr heiß. Aufgrund der Hitzeentwicklung von Leuchtmitteln solltest Du auch überprüfen, ob irgendwelche Lampen oder Glühbirnen für Dein Kind erreichbar sind. An so einer Lampe kann es sich übel verbrennen. Kleiner Tipp: moderne LED Lampen sparen Strom, machen sehr helles Licht und werden nicht warm.P
  7. Pflanzen: Die schöne Yucca Palme im Wohnzimmer ist nicht nur etwas, an dem Ihr Spaß habt. Zimmerpflanzen sind keine allzu offensichtliche Gefahrenquelle für Babies. Doch in den Töpfen befindet sich gedüngte Erde oder grobes Granulat und die Töpfe sind super zum hochziehen. Schnell ist die Erde oder das Granulat im Mund. Wenn Du auf etwas Grün im Haus nicht verzichten möchtest, gibt es praktische Pflanzentopfschutzmaßnahmen, die auch noch schön aussehen.
  8. Garten: Bei schönem Wetter spielen die Kinder gerne draußen – sollen sie auch um sich auszutoben. Damit hier nichts passieren kann, empfiehlt es sich einen Gartenzaun aufzubauen damit die Kinder das Grundstück nicht verlassen und auf die gefährliche Straße laufen/krabbeln können.
  9. Laube: Im Garten befinden sich viele Dinge, die Du für die Pflege desselbigen regelmäßig benötigst wie z. B. der Rasenmäher, die Rasenschere, Dünger, Ameisengift, etc. Alles Dinge, zu denen die Kinder unter keinen Umständen Zugang haben sollten. Daher vergewissere Dich, dass die Laube gut abgeschlossen ist.
  10. Brunnen: Solltest Du einen Brunnen im Garten haben, vergewissere Dich, dass er gut verschlossen ist und unter keinen Umständen geöffnet werden kann. Aber auch das Planschbecken sollte, wenn es voll ist, nicht unbeaufsichtigt bleiben – besser man leert es nach Benutzung. Um zu ertrinken kann es schon ausreichen, dass ein Kind kopfüber in einem größeren Eimer steckt und nicht alleine herauskommt. Hier solltest Du besonders darauf achten nichts umherstehen zu lassen.

Unser Alltag ist voll von Dingen, die für kleine Kinder gefährlich sein können. Es ist schlicht unmöglich eine alles umfassende Liste zu erstellen und das Kind vor wirklich allem zu behüten.

Mit dieser Checkliste kannst Du Deine Wohnung kindersicher machen und Dein Kind etwas gelassener auf Entdeckungsreise gehen lassen..

Ich freue mich, wenn Du noch weitere Tipps hast und sie als Kommentar hinterlässt.

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    Gast
    Anne
    14 Jahre zuvor

    Ich gebe richtigen Namen und Mailadresse nicht im Netz an, auch wenn ein Host noch so seriös wirkt – hoffe, das stellt kein Problem dar.
    Zur Person: Weiblich, Ende 20, auf der Suche nach einer ‚geeigneten‘ Netzseite für werdende Väter für meinen Schatz aus gegebenem Anlass. :o)
    Mein Anliegen: In Punkto Kindersicherheit in der Küche ein Appell an die Vernunft von Eltern und speziell an Väter, die unbedingt auf Mitspracherecht beim Kauf von Haushaltsgegenständen pochen sollten. Es geht mir um die in die Mode gekommenen scharfen Messer (Kochmesser) in knallbunten Farben… nicht das kleine 3er-Set von Ikea, sondern die wirklich großen, die eigentlich gut gesichert und so uninteressant wie möglich verstaut in einen Messerblock gehören. Die prangen mit gelber, pinker, neongrüner, knalloranger und türkisfarbener Schneide und Griff (in der jungen, modernen, stylischen Wohnung) gut sichtbar am Magnetband oder liegen zumindest bei Gebrauch herum… Die sehen genau aus wie Kinderspielzeug!!! Habe mal im Kaufhaus beobachtet, wie Kinder auf die Farben reagieren – erschreckend! Farben sind sowieso unmittelbare Reize und wecken bei Kindern über den Wiedererkennungswert Assoziation mit Spielzeug/’erlaubten‘ Gegenständen. Und zuhause wird dann mal eben – egal ob’s verboten ist oder scharfe Messer sonst nicht angerührt werden – danach gegriffen, damit gespielt und wer weiß was sonst noch.
    Sicher, man kann nicht jede Modeerscheinung, jedes Küchengerät etc. kritisieren und auf dieser Seite davor warnen. Aber vielleicht halten auch Sie einen Hinweis darauf nicht für falsch? Danke fürs Lesen! Anne aus Hamburg

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