Das Kinderzimmer – Dein Projekt

Kindergarten-Phase Equipment
von Andreas

Das Kinderzimmer ist nicht nur im übertragenen, sondern auch im wörtlichen Sinne ein „eigenes Reich“. Im Gegensatz zu den meisten anderen Räumen der Wohnung hat es eine multifunktionale Aufgabe, denn es ist Spiel-, Schlaf- und Lernbereich in Einem.

Bei älteren Kindern fungiert das eigene Zimmer außerdem als Rückzugsort und bietet dem Nachwuchs Gelegenheit, sich ungestört mit Freunden zu treffen oder persönlichen Interessen nachzugehen. Eben weil dieser Raum so vielen Ansprüchen gleichzeitig gerecht werden muss, ist es wichtig, seine Einrichtung und Gestaltung besonders sorgfältig zu planen. 

Auf die Größe kommt es an

Ob Dein Kind sich in seinem (zukünftigen) Zimmer wohl fühlt, hängt von dessen Größe ab. Allerdings gilt in diesem Zusammenhang die Devise: „Weniger ist mehr“, denn ein zu weitläufig bemessener Raum vermittelt kleinen Menschen häufig das Gefühl von Verlorenheit.

Bei der Entscheidung, welchen Teil der Wohnung Du zum Kinderzimmer machst, solltest Du im wahrsten Sinne des Wortes andere Maßstäbe anlegen: Geh auf die Knie und betrachte den Raum aus dieser Perspektive! So stellst Du fest, welche Wirkung die stuckverzierte Altbaudecke, die nachträglich aufgesetzte Fensterbank oder der mächtige Baum vor der Terrassentür wirklich haben.

Manches sieht von unten eben einfach anders aus und kann den Gesamteindruck des Zimmers auf Deinen Nachwuchs empfindlich stören.

Jeder Zentimeter zählt

Auch diese Floskel ist ernster gemeint als sie zunächst klingt. Anders als Du sitzt Dein Kind nur selten stundenlang in einem Sessel, um zu lesen. Es läuft, kriecht oder rollt durch den Raum und benötigt dafür entsprechend viel Bodenfreiheit.

Bemesse den Platz zwischen den einzelnen Möbelstücken also nicht zu knapp; vermeide es aber gleichzeitig, sie zu einem kompakten Block zusammenzuschieben. Die interessantesten Spielplätze im Raum sind nämlich all die kleinen Nischen und Winkel, in die mit Ach und Krach ein Kissen oder der LEGO-Turm passen.

Treib’s nicht zu bunt

Keine Frage: Kinder mögen kräftige Farben und klare Formen. Bei der Gestaltung des (zukünftigen) Kinderzimmers sollten dennoch zurückhaltende Nuancen vorherrschen. Warme Pastelltöne oder neutrales Weiß verleihen dem Raum eine ruhige, einladende Atmosphäre, die Du mit farbintensiven Eye-Catchern akzentuieren kannst.

Denk bei der Auswahl daran, dass sich momentane Vorlieben schnell ändern können und selbstgemalte Bilder oder Bastelarbeiten ganz von selbst für „Leben in der Bude“ sorgen.

Beschränke Dich also am besten auf eine Grundfarbe und kombiniere dazu zwei bis drei kräftige Töne, die an verschiedenen Stellen immer wiederkehren. Vorausschauend wie Du bist, wählst Du hierfür Farben, die sich problemlos nachkaufen und unauffällig ausbessern lassen.

Flecken an den Wänden bleiben nämlich auch bei wohlerzogenen und ordentlichen Kindern nie ganz aus. Umso besser, wenn Du sie einfach überstreichen kannst.

Gib dem Kind einen Namen

Die einfachsten Dinge sind oft die besten. Kennzeichne das Kinderzimmer durch ein personalisiertes Türschild oder eine phantasievolle Bezeichnung als „Eigentum“ Deines Nachwuchses.

Dabei ist es ganz gleich, ob der Raum tatsächlich als Piratenhöhle, Prinzessinnen-Schloss oder Dschungelhütte gestaltet ist: Nenne ihn einfach so – und freu Dich über den Enthusiasmus, mit dem Käpt’n Klein oder Durchlaucht Winzig den Besitz übernimmt!

Oh Schreck, (k)ein Fleck

Die für das Kinderzimmer bestimmten Möbel und Textilien sowie der Fußbodenbelag sollten sowohl strapazierfähig als auch pflegeleicht sein – und natürlich gewissen Sicherheitsansprüchen Rechnung tragen.

Achte beim Kauf auf eine entsprechende Kennzeichnung der Produkte oder orientiere Dich an Materialien, die für die genannten Eigenschaften bekannt sind. Dass bei der Verarbeitung keine gesundheitsschädigenden Farben, Lacke oder Klebstoffe zum Einsatz kommen dürfen, versteht sich von selbst.

Auf Nummer sicher gehst Du mit Naturstoffen wie Holz, Baumwolle, Kork, Sisal, Bienenwachs, wasserlöslichen Farben und Kleber auf der Basis von Kautschuk oder Harz.

Clever ist besser

Bei Kindern musst Du mit allem rechnen – vor allem damit, dass sie wachsen. Und das geht manchmal schneller, als Du denkst bzw. wahrhaben willst.

Wo eben noch das Gitterbettchen gereicht hat, ist morgen ein Junior- oder Jugendbett fällig. Schaff also am besten Möbel an, die sich den Bedürfnissen der eben noch Kleinen anpassen lassen.

Dasselbe gilt für die Ausstattung von Schränken, Regalen oder Schreib- und Spieltischen. Hier bieten herausnehmbare Böden und Schubkästen sowie höhenverstellbare Beine den Vorteil, dass Du die betreffenden Einrichtungsgegenstände über viele Jahre immer wieder neu gestalten und weiter nutzen kannst.

Selber machen

Selbst wenn Du zwei linke Hände hast, so wie ich, ist das noch lange kein Grund teure Handwerker kommen zu lassen.

Ganz im Gegenteil.

Nimm die Herausforderung an, besorg Dir das passende Werkzeug (z. B. hier) und leg Dich selbst ins Zeug. Als Paar- oder als Familienprojekt kann die Gestaltung des Kinderzimmers richtig Spaß machen und Du wirst später von Deinen stolzen Kindern hören “mein Kinderzimmer hat mein Papa gezaubert“.

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