11 Wege, Deine Frau in der Schwangerschaft zu unterstützen

Vater werden Geburtsvorbereitung für Männer
von Andreas

Wie kannst Du Deine Frau bei der Schwangerschaft unterstützen? Wir können unseren Frauen ja die Schwangerschaft leider oder zum Glück nicht abnehmen. Und darum soll es heute gehen. Aber keine Angst, das ist jetzt keine der üblichen Checklisten für die Schwangerschaft. Es sind einfach ein paar Ideen von einem Mann zum anderen.

Konkret bekommst Du hier elf Dinge, die Du tun kannst, um Deine Frau in der Schwangerschaft zu unterstützen.

Damit hilfst Du Eurer Beziehung und verhinderst, dass die Schwangerschaft zu einer Belastung für Eure Beziehung wird oder gar in einer Beziehungskrise endet.

Lass uns direkt starten.

1. Tue das, worum sie Dich bittet

Vielleicht denkst Du, das klingt lahm. Aber es geht natürlich noch weiter.

Tue nicht nur das, worum sie Dich bittet. Sondern tue es auch dann, wenn sie Dich darum bittet.

Und ja, wir Männer wir wissen das alle. Wir wechseln die Birne im Badezimmer schon aus. Man muss uns nicht alle sechs Monate daran erinnern.

Wir haben irgendwie die Gabe, Wünsche zwar aufzunehmen, wenn sie uns unsere Frau oder unsere Partnerin mitteilt. Aber wir packen sie dann auf unsere To-Do-Liste und wann sie dann wirklich genau erledigt wird, das liegt meistens bei uns.

Das ist generell nicht unbedingt die beste Idee. Aber vor allen Dingen nicht dann, wenn Deine Frau schwanger ist.

Also wenn Deine Frau schwanger ist und sie Dich um etwas bitte, dann tue es auch. Und vor allen Dingen tue es möglichst zeitnah.

Lesetipp: Die Frau trägt das Kind, der Mann alles andere

2. Begleite Sie zu den Vorsorgeuntersuchungen.

Es müssen nicht unbedingt alle Vorsorgeuntersuchungen sein. Aber versuche möglichst zu den meisten oder zu sehr vielen mitzugehen.

Warum?

Nun zum einen, denke daran, es ist halt auch Dein Kind, was da in ihrem Körper heranwächst. Nur weil es zwar unter ihrem Herzen wächst, hast Du damit trotzdem noch genauso viel zu tun.

Zum anderen darfst Du auch bedenken, dass es für Deine Partnerin auch nicht immer Spaß macht, dorthin zu gehen. Denn Du gehst immer irgendwie auch mit der Sorge hin, dass vielleicht bei der Untersuchung irgendetwas herauskommt, was nicht so schön ist.

Zu zweit lässt sich diese Situation viel besser ertragen. Und viel besser managen.

Moralisch kannst Du Deine Frau oft am besten während der Schwangerschaft unterstützen. Deshalb gehe mit zur Vorsorgeuntersuchung.

Linktipp: 15 Dinge, die ich gerne während der Schwangerschaft getan hätte

3. Hilf ihr mit der Übelkeit umzugehen.

Die Übelkeit ist gerade am Anfang der Schwangerschaft das Schlimmste (habe ich mir sagen lassen).

Studien zufolge soll eine kontinuierliche Kalorienzufuhr helfen, mit der Übelkeit besser klar zu kommen. Also hilf ihr dabei und sei ihr kleiner Snackmaster. Sorge dafür, dass sie immer was dabeihat. Tupper ihr ein paar Nüsse ein. Ein bisschen dunkle Schokolade. Und ja, wenn sie es mag, dann halt auch die sauren Gurken.

Es gibt noch einen kleinen Pro-Tipp. Pfefferminzöl soll bei vielen Frauen gegen diese Übelkeit helfen. Das heißt, geh in die Apotheke oder in den Drogeriemarkt und kaufe diese kleinen Fläschchen Pfefferminzöl. Kaufe am besten ein paar. Die kannst Du in ihrer Handtasche deponieren, im Badezimmer, in der Küche. Überall wo sie sich viel aufhält. Und wo es nur einfach schnell zur Hand sein kann.

Schlafzimmer auch eine gute Idee.

4. Lasse sie sich einigeln.

Schwangere Frauen beginnen typischerweise mit dem Nestbau. Wenn sie also damit anfängt, Babyklamotten zu falten und zu stapeln, mach Dich nicht lustig. Egal wie früh in der Schwangerschaft diese Phase kommt. Hilf ihr und mach einfach mit.

Wenn sie nicht schon jeden Babyladen auf links gedreht hat dann lade sie ein und macht am nächsten Samstag eine schöne Shoppingtour zusammen. Geht durch die Babyläden und guckt einfach, was es so gibt. Kauft was euch gefällt. Verbinde diesen Shoppingtrip mit einem kleinen, leckeren Mittagessen oder einem Kaffee in der Stadt und genießt die Zeit zu zweit.

Bevor ihr losfahrt, versichere Dich bitte, dass Du meine Tipps zum Verhalten im Babyladen gelesen hast. Solltest Du diesen Hinweis missachten, könnte das unter Umständen recht teuer werden.

Und bitte sage nachher nicht, ich hätte Dich nicht gewarnt.

5. Beachte sie.

Grundsätzlich ist das ein ganz gängiger, allgemein gültiger Beziehungstipp. Aber gerade jetzt und wenn Du Deine Frau bei der Schwangerschaft bestmöglich unterstützen möchtest, gilt der umso mehr.

Warum?

Naja, die Hormone scheinen Schwangeren einreden zu wollen, dass sie ganz alleine auf der Welt sind. Und vor allen Dingen, dass es noch nie eine schwangere Frau so schwer so hatte, wie sie jetzt.

Sei also doppelt aufmerksam. Wenn es ihr irgendwo wehtut, massiere es weg. Wenn es ihr einfach nur nicht gut zu gehen scheint, bemerke es – auch wenn Du es vielleicht nicht ändern kannst. Aber registriere einfach, dass es ihr nicht gut geht. Sprich sie darauf an und lass sie wissen, dass Du ein Auge auf sie hast, dass Du für sie da bist.

Linktipp: Sex in der Schwangerschaft(?)! Alles was Du wissen solltest

6. Nimm auch ein bisschen zu.

Natürlich wollen wir alle, die Väter werden, nicht demnächst mit einem riesen Dad-Bod durch die Gegend laufen.

Aber komm, sei ein bisschen solidarisch.

Wahrscheinlich kannst Du es gar nicht aufhalten. Denn wenn Du abends neben ihr sitzt und sie Fressattacken hat, dann nascht Du auch mal hier und da mit. Du isst generell vielleicht ein paar mehr Kalorien, als Du üblicherweise brauchen würdest.

Für die Zeit der Schwangerschaft lasse es einfach zu. Halb so wild, das kriegst Du, sobald das Kind da ist, schon wieder runter. Und denke daran, geteiltes Leid ist halbes Leid. Ihr habt dann nachher beide einen Schwangerschaftsbauch, von dem ihr euch gerne trennen wollt und ein Ziel, an dem Ihr gemeinsam arbeiten könnt.

7. Kümmere Du Dich um das Abendessen

Das ständige Auf und Ab mit der Übelkeit lässt Frauen in der Schwangerschaft, bei dem puren Gedanken an Essen, die Galle hochkommen. Deswegen hat sie wahrscheinlich auch nicht großartig Lust, sich darüber Gedanken zu machen, was es zum Abendessen gibt.

Nimm ihr diese Aufgabe einfach ab. Du musst auch gar nichts Großes kochen. Meistens haben Frauen zu den Hauptmahlzeiten gar nicht so großen Hunger. Das heißt, koche kleine Snacks. Kleinigkeiten. Spaghetti. Solche Geschichten, die selbst der ungeübteste und untalentierteste Koch hinbekommt.

Vielleicht gibt es auch einfach mal ein Schoko-Fondue oder Salzgurken. Je nach Gelüsten, wird sich einfach das finden.

Apropos, komische Gelüste. Es wird kommen und Du wirst es aushalten. Spare Dir jeden Kommentar. Spare Dir vor allen Dingen Kommentare über ihre Körpermaßen. Die sich sicherlich in diesen Wochen und Monaten verändern werden.

Achte auf ihre Gelüste. Und wenn es so ist, akzeptiere es und kaufe entsprechend ein. Ändern wirst Du es eh nicht.

9. Schlau Dich auf.

Fürs Eltern werden und fürs Eltern sein gibt es keine Ausbildung. Komischerweise.

Jeder macht das irgendwie für sich.

Jeder muss sich das selber drauf schaffen.

Und jeder muss sich selber überlegen, wie er als Eltern sein möchte.

Wie funktioniert das? Und wie machen wir das eigentlich alles? Deshalb mach mit. Kauf dir Bücher, lies im Internet, schau Dir Blogs an, so wie meinen. Ich kann Dir vielleicht auch noch meinen Newsletter empfehlen. Da kriegst Du automatisch immer die aktuellsten Artikel. Ausserdem habe ich auch ein paar Kurse auf der Website. Kannst Dir alles mal anschauen.

Sorge einfach dafür, dass Du Dich vorbereitet hast. Dass Du weißt, worauf es ankommt. Dass Du weißt, worum es geht. Dass Du einfach mitreden kannst.

Es bereitet Dich auf der einen Seite auf das vor, was in den nächsten Monaten auf Dich zukommt. Und es zeigt Deiner Partnerin, dass Du sie in der Schwangerschaft unterstützen kannst. Dass Du daran teilnimmst. Dass sie jemanden hat, auf den sie sich verlassen kann. Der das ganze Thema mit ihr durchgeht. Und dass Du auch ein ebenbürtiger Partner bei diesem Thema bist.

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10. Geht aus.

Genießt die Zeit zu zweit. Wenn das Kind erstmal da ist oder in der späteren Phase der Schwangerschaft, werdet ihr die Gelegenheit nicht mehr haben.

Deine Frau wird vielleicht ein paar körperliche Beschwerden bekommen. Mit dem großen Bauch mag sie auch vielleicht nicht mehr so groß vor die Tür gehen.

Deswegen genießt einfach die Zeit zu zweit.

Macht noch ein paar Unternehmungen, die ihr gerne zusammen tut. Geht ins Kino. Geht auf Konzerte. Geht essen. Genießt einfach die Zeit zu zweit.

Vor allen Dingen auch habt Sex.

Ich lese immer viel, dass gerade Männer Sorgen haben, vor Sex mit der schwangeren Frau. Die meisten dieser Sorge, beispielsweise, dass etwas passieren kann, sind völlig unbegründet. Es gibt ein paar medizinische Grenzfälle, ab wann es sinnvoll ist, damit aufzuhören. Aber 99 Prozent der Paare betrifft dies nicht.

Deshalb habt Sex solange ihr noch Spaß habt. Denkt daran, wenn das Kind da ist, wird es eine ganze Zeit eine Flaute geben.

11. Achte auf Dich.

Das ist ein ganz wichtiger Tipp. Auch wenn es darum geht, wie Du Deine Frau in der Schwangerschaft unterstützen kannst. Denke auch immer daran, wie es Dir geht.

Achte auf Dich. Denn nur wenn es Dir gut geht, kannst Du für Deine Frau auch entsprechend der Partner sein, den sie braucht.

Wie geht es Dir denn damit Vater zu werden?

Was macht das mit Dir?

Ich verlinke Dir ein bisschen mehr Lesematerial dazu, was es mit Dir macht Vater zu werden. Und vielleicht auch, wie Du mit den üblichen Sorgen und Ängsten umgehst, die Du als Vater oder als werdender Vater hast.

Mit den Sorgen, die Du hast, bist Du sicherlich nicht allein. Ganz, viele Männer, die in Deiner Situation sind, haben einfach die Gedanken, haben die Sorgen, haben auch ein paar Ängste.

Mache das mit Dir aus.

Hole Hilfe bei anderen Männern, bei anderen Vätern. Komme bei mir auf die Seite, unterhalte Dich mit Männern, hier bei mir in der Community.

Nur tue mir einen Gefallen, lass Deine Frau damit in Ruhe.

Sie kann zurzeit nicht Dein Therapeut sein. In ihr wächst neues Leben heran. Die Hormone spielen verrückt. Sie hat gerade ganz andere Baustellen. Da braucht sie den starken Partner an der Seite und der musst Du sein.

Wenn Du es momentan nicht kannst, weil Du vielleicht selber mit dem Thema zu kämpfen hast, dann tue einfach so als ob Du der starke Partner bist.

Linktipp: Bist Du egoistisch genug?

Und jetzt?

Das waren meine elf Tipps, wie Du Deine Frau in der Schwangerschaft unterstützen kannst. Schwangerschaft ist etwas, wie alles in der Partnerschaft, an denen ihr zusammen teilhabt.

Nur weil sie das Baby im Bauch hat, heißt das nicht, das Du Dich erst im Kreissaal wieder mit dem Thema beschäftigen brauchst.

Unterstütze Deine Frau, wo Du nur kannst. Du hast jetzt elf ganz gute Ideen dazu. Und wenn Du noch mehr hast, dann freue ich mich natürlich über Deine Ergänzung als Kommentar.

Kennst Du vielleicht noch den einen oder anderen Vater, der gerade eine schwangere Frau zuhause hat, die er vielleicht ein bisschen besser unterstützen könnte?

Dann teile doch bitte diesen Artikel, dieses Video oder diesen Podcast und hilf ihnen ihre Frau in der Schwangerschaft besser zu unterstützen.

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