Jedes Jahr steht sie an, die Zeitumstellung auf Winterzeit. Dann ist es um 18 Uhr dunkel, dafür wird es erst ab 10 Uhr hell. Ein Traum für alle Romantiker und Schlaftiere.
Ein Albtraum für Eltern!?
Im Oktober wird uns die Stunde zurückgegeben, die uns im Frühjahr geklaut wurde. Etwas gutes hat es. Der erste Sonntag hat eine Stunde mehr Morgen, die Du länger schlafen kannst. Wenn Dich Dein Nachwuchs lässt.
In der Tat haben unsere Kleinen mit dem Konzept Winterzeit so Ihre Schwierigkeiten.
Um sie schonend auf die neue Zeit vorzubereiten, so dass Du Sonntag die zusätzliche Stunde schlafen kannst, musst Du vorsorgen. Fang frühzeitig damit an – ich verrate Dir vier kleine Tricks, wie.
Warum Zeitumstellung?
Jedes Jahr stellen wir fleißig Uhren vor bzw. zurück und werfen unseren Biorhythmus aus der Bahn. Warum eigentlich?
Angefangen hat damit der Erfinder Benjamin Franklin. 1784 kritisierte er die Kosten des Lichts und den hohen Kerzenverbrauch. Er forderte die Zeitumstellung um die natürliche Helligkeit besser auszunutzen. Dabei waren Franklins Eltern Seifen- und Kerzenmacher, sein Verhalten also schwer geschäftsschädigend.
In Deutschland hat die Einführung noch über 200 Jahre gedauert. Während des ersten Weltkrieges wurde 1916 das erste Mal in Deutschland an der Uhr gedreht. Die Rüstungsindustrie verfolgte das Ziel, die Arbeitszeit in den Bombenfabriken besser nutzen zu können.
Wohin wird die Uhr gestellt?
Vor oder zurück? So alt wie die Zeitumstellung selbst, ist diese Frage. Und seit genau so langer Zeit, sorgt sie zwei mal im Jahr für Verwirrung und Missverständnisse.
Im Sommer wird die Zeit eine Stunde vorgestellt. Anstatt 2 Uhr nachts ist es dann bereits 3 Uhr. Die Nacht ist eine Stunde kürzer.
Im Winter ist es dann umgekehrt. Die Uhr wird von 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt.
Cashy vom Tech-Blog stadt-bremerhaven.de hat eine schöne Eselsbrücke zu dem Thema.
Im Frühjahr stellt man die Gartenmöbel VOR das Haus. Im Herbst holt man sie ZURÜCK in das Haus.
Auswirkungen der Zeitumstellung
Abgesehen davon, dass es früher dunkel wird, hat die Zeitumstellung noch weitere Auswirkungen auf unser Leben.
Eine repräsentative FORSA-Umfrage hat ergeben, dass etwa die Hälfte der Deutschen durch die Zeitumstellung Schlafprobleme haben. Die innere Uhr kommt durch den Wechsel von hell auf dunkel aus dem Takt.
Am Montag nach der Zeitumstellung solltest Du besonders vorsichtig im Straßenverkehr sein. Nachweislich dann mehr Unfälle.
Vier einfache Tricks für Dein Projekt „Zeitumstellung Winterzeit“
Wenn der Dreh an der Uhr Dich als Erwachsene aus dem Konzept bringt kannst Du Dir vorstellen das es auch an Deinem Kind nicht spurlos vorbei geht.
Um ihm den Übergang von Sommer- auf Winterzeit zu erleichtern ist es ratsam schon einige Tage vor der eigentlichen Umstellung aktiv zu werden.
Hier die vier simplen Tricks, mit denen Du am besten heute schon anfängst, damit die Umstellung klappt.
1. Ab Mittwoch vor der Zeitumstellung: Später Abendbrot essen als gewöhnlich
Rituale und Routinen helfen Kindern den Tag zu strukturieren. Durch eine zeitliche Verschiebung kannst Du den Kindern vorgaukeln, es wäre schon später und sie so langsam an die eine Stunde Zeitunterschied heranführen. Wenn Du heute Abend damit beginnst, kannst Du sie in Viertelstunden-Schritten auf Sonntag vorbereiten.
2. Ab Freitag: länger aufbleiben
Mit etwas Vorbereitung, schafft Ihr es vielleicht schon am Wochenende der Zeitumstellung, den neuen Rhythmus rein zu bekommen. Startet schon am Freitag mit einem ausgedehnten Spieleabend oder unternehmt etwas, dass deutlich über die normale Bettzeit nach der alten Zeit hinausgeht. Wenn die Kinder sonst um 20:00 Uhr schlafen gehen aber am Freitag und am Samstag schon bis 21 oder 22 Uhr auf sind, steht die Chance nicht schlecht, dass sie sich bis Sonntag dran gewöhnt haben und sich auch die Aufstehzeiten angepasst haben.
3. Am Samstag: Tagsüber auspowern
Wenn Deine Kinder tagsüber alles gegeben haben, brauchen sie mehr schlaf. Nutze den Samstag vor der Zeitumstellung für eine extra Portion Action und Bewegung. Viel Bewegung an frischer Luft ist gesund und macht schön müde und lässt sie morgens länger schlafen.
4. Am Sonntag: Schlafzimmer abdunkeln
Am Sonntag morgen ist es durch die Zeitumstellung früher wieder hell. Damit das Deine Kinder nicht weckt, lass die Jalousie herunter und schalte die Lichtquellen so weit wie möglich aus. Je dunkler es ist, desto weniger werden sie morgens zu ihrer sonst gewohnten Zeit wach.
Und jetzt?
Damit Du von der Zeitumstellung etwas hast und nicht bis zum kommenden Wochenende mit den negativen Auswirkungen und einer zähen Eingewöhnung auf die neue Zeit beschäftigt bist, lohnt es das Projekt Zeitumstellung auf Winterzeit sorgfältig vorzubereiten. Ich denke mit den 4 Schritten, bist Du auf einem guten Weg bereits am Montag, wieder einen geregelten Tagesablauf zu haben.
Die meisten Länder haben die Sommerzeit wieder abgeschafft:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sommerzeit#Liste_aller_Staaten_mit_Sommerzeit
Gute Tipps. Mal sehen wie es klappt, da wir mit den Jungs zur Patentante ausgeflogen sind, wo eh alles anders ist. Mir als Zwillingsvater „graut“ da eher vor 😉